Kostenloser Versand innerhalb DE ab 30€ in 2-3 Werktagen. Nachhaltig mit DHL GoGreen.

0

Ihr Warenkorb ist leer

Histaminintoleranz vor und in der Schwangerschaft

- Fakten und Tipps -

Was gibt es bei der Wahl von Nahrungsergänzungsmitteln zu beachten?

Wir bekommen oft Nachfragen zur Verträglichkeit unserer Produkte bei einer Histaminintoleranz. Hier wollen wir euch einige Gedanken zu diesem Thema zusammenfassen.

Schätzungen zufolge sind ca. 1-5% der Bevölkerung von einer Histaminunverträglichkeit betroffen, davon 80 % Frauen. Die Dunkelziffer dürfte höher liegen, da sie häufig erst spät oder gar nicht erkannt wird.

Histaminintoleranz äußert sich vielfältig und zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Die Ausprägungen sind zudem sehr individuell. Verspannungen, Schwindel, Müdigkeit, Erschöpfung, juckender Hautausschlag bis zu starken Verdauungsbeschwerden und -störungen.

Eine histaminarme Diät und die gezielte Zufuhr von Nährstoffen ist bei vielen der einzige Weg, um Beschwerden zu lindern. 

Was ist Histamin und was ist die "Intoleranz"?

Histamine hat jeder von uns. Dies sind Neurotransmitter, also Botenstoffe des Nervensystems. Aus biochemischer Sicht gehört es zu den biogenen Aminen, sie entstehen durch den Umbau von Aminosäuren. Histamin wird aus der Aminosäure Histidin gebildet. Es wirkt auf verschiedenen Ebenen. Bei Entzündungen bspw. sorgt es dafür, dass Blutgefäße erweitert werden, Abwehrzellen besser zum Ort des Geschehens gelangen, ein Juckreiz eintritt. Es ist aber auch für die Regulierung des Blutdrucks, die Produktion von Verdauungssäften, für die Darmtätigkeit, den Wasserhaushalt und den Schlaf-Wach-Rhythmus relevant.

„Intolerant“ wird man erst, wenn der Abbau dieser Histamine nicht mehr reibungslos vonstatten geht. Deshalb sind die Reaktionen eigentlich auch Überreaktionen guter Vorgänge und Wirkungen des Botenstoffs. Für den Abbau sind vor allem zwei Enzyme zuständig: DAO (Diaminoxidase) – wird in der Darmschleimhaut produziert und - N-Methyltransferase – gebildet in der Leber.

Woher kommt die Unverträglichkeit?

Ursachen der Histamin-Intoleranz sind wissenschaftlich noch nicht eindeutig belegt. Es gibt jedoch Hinweise darauf, was sie begünstigen kann oder womit sie in Verbindung steht. Darunter zum Beispiel:
• chronisch entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis Ulcerosa
• Zöliakie, Glutenunverträglichkeit
• Darmpolypen
• Leaky-Gut-Syndrom (erhöhte Durchlässigkeit der Darmschleimhaut)
• verschiedene Stoffwechselstörungen und daraus resultierende Nährstoffmangel
• genetische Veranlagung.

Worin sind Histamine enthalten?

Eigentlich bildet unser Körper sie selbst. Zahlreiche Lebensmittel enthalten allerdings auch Histamin oder sorgen dafür, dass Histamine in unserem Körper freigesetzt werden. Diese sollten deshalb eher gemieden werden, wenn eine Intoleranz bekannt ist.

Histaminreiche Lebensmittel sind:

• Tomaten, Spinat, Zwiebeln, Brennnessel, Rucola, Avocado u.a.
• Bananen, Zitrusfrüchte, Erdbeeren, Ananas, Himbeeren u.a.
• Alkohol, Kaffee, schwarzer und grüner Tee
• Hülsenfrüchte, insb. Soja
• Glutamat & Hefeextrakte, hefehaltiges Brot
• einige Nüsse
• Fermentiertes
• lang gelagerte oder verarbeitete Produkte aus Fleisch und Fisch, Käse
• scharfe Gewürze
• sulfitreiche Lebensmittel (z.B. geschwefelte Trockenfrüchte)

Grundsätzlich gilt: Je länger ein Lebensmittel gereift ist, desto höher der Histamingehalt. Deshalb Lebensmittel nach Möglichkeit immer frisch zubereiten und gekühlt verzehren.

Histaminintoleranz bei Kinderwunsch, in der Schwangerschaft und der Stillzeit

Wer von seiner Unverträglichkeit weiß, sollte in der Kinderwunschzeit auf eine striktere histaminarme Diät achten und mit einem Arzt und/oder Ernährungsexperten auf Ursachensuche gehen.

Sollte die Unverträglichkeit nämlich nicht durch eine geringe Produktion des DAO-Enzyms verursacht sein, kann es bspw. auch an einem Östrogenüberschuss liegen. Östrogen sorgt für die Ausschüttung von Histamin und ein erhöhter Histaminspiegel befördert wiederum die Östrogenproduktion.
Was darunter leiden könnte, ist das Progesteron – das Hormon, das dafür sorgt, dass sich die befruchtete Eizelle erfolgreich in der Gebärmutter einnistet und die Schwangerschaft hält.

Zuviel Histamin in der Frühschwangerschaft kann zu Problemen führen, unter Umständen auch zum Abgang des Fötus. Außerdem sollte der erhöhte Nährstoffbedarf zu Beginn der Schwangerschaft im Auge behalten und ausgeglichen, der Nährstoffstatus regelmäßig überprüft werden. Um den Histaminabbau zu garantieren oder zu verbessern, ist eine gute Nährstoffversorgung zudem immens wichtig.

Viele Frauen berichten davon, in der Schwangerschaft, meist ab dem 2. Trimester, weniger mit Beschwerden zu kämpfen. Dies hat den Grund, dass der Körper in den anderen Umständen verstärkt das DAO-Enzym produziert, um Kontraktionen zunächst vorzubeugen und die Schwangerschaft zu "sichern". Betroffene können so langsam wieder zu Lebensmitteln greifen, die vorher tabu waren und haben mit weniger bis keinen Beschwerden zu kämpfen.

Da aber nicht immer eine geringe DAO-Synthese hinter der Intoleranz steckt, ist die Schwangerschaft leider kein Garant für eine Besserung der Symptome.

Der Zeitpunkt, an dem die Unverträglichkeit nach der Geburt wieder „zuschlägt“, ist individuell sehr verschieden. Bei den meisten Frauen dauert es allerdings nur wenige Wochen und sie müssen sich wieder um eine Ernährungsumstellung bemühen. 

Was hilft gegen eine Histaminintoleranz?

Beschwerden lassen sich durch bestimmte Maßnahmen lindern. Durch viel Konsequenz und eine Ernährungsumstellung lässt sie sich sogar behandeln, bis man nahezu beschwerdefrei ist.

Besonders gut bei Histaminintoleranz ist:

Heilerde, unterstützt die Entgiftung, kann Histamin binden und abführen. Hilft auch bei begleitenden Verdauungsbeschwerden. Ähnlich wirken Zeolith und Klinoptilolith.
Vitamin C – hochdosiert – kann den Histaminspiegel senken. Natürliches Vitamin C schont die Verdauungsorgane und belastet den Stoffwechsel nicht so sehr wie synthetische Ascorbinsäure. Durch den Wegfall vieler Obst- und Gemüsesorten besteht bei histaminintoleranten Menschen oft ein Vitamin-C-Mangel.
Zink hemmt die Histamin-Freisetzung im Körper. Leider kommt es besonders oft gerade in histaminhaltigen Lebensmitteln vor. Eine Ergänzung ist deshalb ratsam.
Vitamin E hilft als Antioxidans freie Radikale zu fangen und hat eine positive Wirkung auf Reaktionen, die bei den Betroffenen durch Histamine ausgelöst werden.
Magnesium und Calcium. Wem es an Magnesium fehlt, der muss mit einer verstärkten Ausschüttung von Histaminen rechnen. Auch Calcium kann die Histamin-Ausschüttung regulieren und Beschwerden vorbeugen. Magnesium und Calcium in einem idealen Verhältnis von 1:2 ist ratsam, um Überdosierungen vorzubeugen.
Vitamin B6 wird für die DAO-Synthese benötigt.

Histaminarme Lebensmittelsind:

• Kohlsorten: Brokkoli, Grünkohl, Blumenkohl, Rotkohl
• Kürbis, Zucchini, Kartoffel, Paprika
• Wurzelgemüse: Fenchel, Karotte, Sellerie, Rote Beete u.a.
• Salate (bis auf Rucola), Spargel
• Apfel, Heidelbeere, Brombeere, Weintrauben u.a.
• Granatapfel, Kaki, Litschi, Melone
• Steinobst: Dattel, Kirsche, Mango, Nektarine, Sauerkirsche u.a.
• Mais, Reis, Hirse, Quinoa, Nudeln, Hafer, Gerste, Dinkel
• Kokosnüsse, Mandeln, Paranüsse, Maronen, Pistazien, Sesam, Leinsamen, Kürbiskerne
• Roh- und Frischmilchprodukte ohne Reifung, pasteurisierte Milch, Butter, Quark, Sahne
• Spirulina (hilft die Histaminausschüttung in den Mastzellen zu hemmen, enthält Vitamin C, B6, Zink und Kupfer).

Grundsätzlich sollte auf Folgendes geachtet werden:
genügend Mikronährstoffe, die bei der Bildung histaminabbauender Enzyme helfen
gesunde Darmschleimhaut
• gesunde Leber

Wie beuge ich Symptomen vor?

Da Histamin in vielen Nahrungsmitteln enthalten ist, gestaltet sich eine histaminarme Diät für viele Betroffene oft schwer und viele befürchten einen Nährstoffmangel, der sich aus dem Verzicht auf bestimmte Lebensmittel ergibt.

Nahrungsergänzungsmittel können hier oft Sicherheit geben, Mangel ausgleichen und sie haben häufig sogar eine positive Wirkung gegen die Intoleranz selbst.

Verschiedene Mikronährstoffe sind zudem an der Herstellung der beiden histaminabbauenden Enzyme beteiligt und sollten ausreichend zur Verfügung stehen. Vitamin C, B-Vitamine, Kupfer und Magnesium zum Beispiel.

Zusätzlich kann eine Darmsanierung, die Umstellung auf eine basenbildende und ballaststoffreiche Ernährung einen positiven Effekt haben. Die Leber sollte gestärkt, der Körper entgiftet werden.

Weitere Tipps um den Histaminspiegel zu senken:
• moderater Sport
• ausreichender Schlaf
• stressreduzierende Maßnahmen
• viel stilles Wasser trinken, um Histamine zu binden und abzuführen

Wann sind Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll?

• wenn es an Nährstoffen fehlt
• zur Unterstützung des Histaminabbaus
• wenn Überreaktionen gemindert werden sollen (z.B. wenn hin und wieder „Ausnahmen“ einer histaminarmen Diät zugelassen werden)
bei Kinderwunsch, während der Schwangerschaft und Stillzeit, um dem erhöhten Nährstoffbedarf zu begegnen

Was gibt es bei der Wahl von Nahrungsergänzungsmitteln zu beachten?

• Sie sollten keine histaminhaltigen Zutaten oder Zusätze beinhalten
• DAO ist das histaminabbauende Enzym. Wem es an diesem mangelt, kann es über NEM zuführen.
• Sie sollten am besten natürliche Zutaten in bioverfügbarer Form beinhalten
• Die Dosierung sollte sich an den EU-Richtlinien zur täglichen Verzehrmenge orientieren.
• Bei der Einnahme beachten: Vorsichtiges Herantasten mit einer geringeren Verzehrmenge als angegeben, Reaktionen beobachten.
• Um herauszufinden, ob die Präparate gut vertragen werden, auf histaminhaltige Lebensmittel vor und nach der Einnahme verzichten. 

Unsere Empfehlung bei Histaminintoleranz


Haben euch die Tipps gefallen? Oder habt ihr weitere Fragen?

Schreibt uns gern und meldet euch am besten gleich heute noch für unseren Newsletter an. Dort erhaltet ihr regelmäßig Informationen, Checklisten, Tipps und Tricks rund um den Kinderwunsch, die Schwangerschaft und Stillzeit.

Bis dahin!

Leave a comment

Please note, comments must be approved before they are published