Besser leben ohne Plastik

Besser leben ohne Plastik

Obst und Gemüse in der Schutzfolie, Windeln mit Kunststoff, Babyflaschen aus Plastik, Spielzeug aus buntem Kunststoffmaterialien und und und: Im Zusammenleben in der Familie scheint es fast unmöglich auf Plastik zu verzichten, dabei schaffen schon viele kleine Stellschrauben, den Plastikmüll im Haushalt deutlich zu reduzieren. Wir haben ein paar Tipps gesammelt, die uns im Alltag helfen und leicht umzusetzen sind.

Lesezeit: 11 minuten 

Tipps für ein Leben mit weniger Plastik in der Familie

Nicht mal die Hälfte, genau genommen nur 46,7 % der gesammelten Plastikabfälle können zu neuen Rohstoffen verwertet werden. der Rest wird schlechtweg verbrannt. Dies trägt nicht zu einer grüneren Umwelt bei und übergeordnet bedeutet dies, weniger Plastikmüll zu produzieren. Wo können wir im Einzelnen ansetzen?

Plastikfrei Lebensmittel einkaufen

Konventionelle Supermärkte gehen vermehrt in Verpackungen aus Pappe über oder bieten Obst und Gemüse lose an. Seit Januar 2022 dürfen auch keine Plastiktüten im Kassenbereich ausgegeben werden und zugegebenermaßen habe ich diese auch schnell mal gegriffen. Jetzt habe ich einfach immer einen Stoffbeutel in der Tasche - Der nimmt nicht viel Platz weg und ist zumal stabiler als eine Plastiktüte. Die kleinen Obstbeutelchen sind allerdings immer noch erlaubt und sollen erst bis 2025 verschwinden. Bis dahin kann noch viel Plaste durch die Flüsse schippern, also gilt es auch hier: Einfach verzichten. Es gibt wiederverwendbare Obstnetze, die jeder einfach in der Tasche haben kann.

An der Frischetheke darf der Kunde nun auch seine Dosen mitbringen und verzichtet hier auch nochmal auf weitere Tütchen.

Vielerorts gibt es Unverpackt-Läden, in denen Nüsse oder Hirse einfach unverpackt angeboten werden, die ich dann in kleinen Jutesäckchen mitnehme, manchmal auch die gewohnte Tupperdose, die ich aber auch schon ewig habe und die mich wahrscheinlich noch Jahrzehnte begleiten. Falls sowas nicht im Haushalt zur Hand ist, ein kleiner Tipp: In jedem Büro gibt es eine Tupperdose-Schublade längst vergessener Schätze. Warum nicht auch hier: Nichts verschwenden, wiederverwenden.Auf dem Lande bieten sich Hofläden an, die vielmals Glas als Verpackung bevorzugen oder lose Lebensmittel anbieten.

Plastik in der Küche

Die losen Säckchen kommen Zuhause in schöne, luftdichte Gläser, die vor Aromaverlust oder Lebensmittelmotten gut funktionieren. Müll sammeln wir je nach Sorte in Papiertüten, sich auflösenden Biosäcken oder Restmüll in der Plastiktüte. Beim konsequenten Recyceln fällt allerdings nur wenig Restmüll an. Plastikmüll landet im gelben Sack. Wenn ich so darüber nachdenke, gibt es einfach für fast alles Glasverpackungen oder lose Alternativen, so dass es oft eher aus Bequemlichkeit in Plastik verpackt gekauft wird, da es natürlich leichter ist und einfacher zu entsorgen.

Plastik im Bad

Duschbad und Seifen ohne Plastikmüll

Dabei fallen mir zuerst Badewannenränder voller Duschgels ein, wie sie sich in vielen Bädern tummeln. Wir sind vor ca. 2 Jahren auf Stückseife umgestiegen. Unsere Handseife liegt in einer hübschen Porzellanschale, die Duschseife hängt im Jutesäckchen an der Mischbatterie der Badewanne und dort ein kleines Stückchen Haarseife. Fürs Kind gibt es Schaum aus losen Badekugeln oder selbstgemachte Brausekugeln aus Backpulver.Zum Thema Tampons und Binden lässt sich ewig referieren. Hier nur kurz und knapp, es gibt Tampons komplett ohne Plaste in Papier gehüllt oder auch Tampons aus Biobaumwolle, zum Beispiel im Abo von thefemalecompany.com. Gier muss man Preis gegen ökologischen Fußabdruck abwägen. Mit diesen Menstruationstassen konnte ich mich noch nicht anfreunden, aber vielleicht schaffe ich es noch vor der Menopause.

Mit natürlichen Mitteln reinigen

Reinigungsmittel im Bad sind ebenfalls bereits Öko als Tabletten zum selber Anmischen erhältlich. Da es allerdings zum Rumprobieren sehr teuer ist, denn die Glasreiniger-Taps von “Blaue Helden” hat mich noch nicht überzeugt und schmiert für meine Art zu Putzen sehr, nutze ich einfach so wenig wie möglich chemische Mittel. Früher habe ich viel Geld für Chemie ausgegeben und erst in der Schwangerschaft umgedacht, als mir bewusst wurde, dass ich das ja auch irgendwie einatme oder über die Haut aufnehme, was ich da so nutze. Also habe ich mir im Biomarkt einen Orangenreiniger gekauft und der ist einfach super ergiebig und für alles nutzbar. Für fiese Ablagerungen nutze ich nur noch günstiges Backpulver. Zum Waschen habe ich Waschmittel aus selbst gesammelten Kastanien.

Plastikfreier Schwangerschaftstest

Hunderte Tonnen Plastikmüll entstehen allein durch die Verwendung von Schwangerschaftstests in Deutschland jährlich, weltweit 900 Millionen Tonnen, und ließen sich durch einen Test aus Papier vermeiden. Entwickelt wurde so ein Test aus recyceltem Papier von Yue Zhao an der Muthesius Kunsthochschule Kiel, die dafür mit dem Bundespreis Ecodesign 2020 ausgezeichnet wurde. Im Handel sind diese Tests leider noch nicht zu finden.

Plastikfrei leben mit Baby

Windelfrei oder Windeln ohne Plastikmüll

Weniger Plastik schon die Umwelt

Das Baby war da, 9 Monate habe ich es mir vorgestellt wie es sein wird, aber wie es sich anfühlt, das lässt sich kaum beschreiben. <3 Mit fester Überzeugung wollte ich meinen Sohn windelfrei erziehen. Dazu hatte ich diverse Bücher in der Schwangerschaft gelesen. Als er dann da war, hatte ich einfach kein Windel-Konzept, denn windelfrei hört sich zwar gut an, aber die Signale eines Babys zu sehen, wenn er Groß machen muss… ich habe sie einfach nicht gesehen. Ich war mit meinen Geburtsverletzungen, Schlafmangel, Milchmangel und Stress einfach überfordert, auch noch liebevoll und geduldig mein Kind windelfrei zu bekommen. Also mussten Windeln her. Wir starteten mit sehr hübschen Stoffeindeln, die es vor 6 Jahren noch nicht so gut gab, viele nähten selbst, aber online habe ich Stoffwindeln (Mehr dazu im Blog-Beitrag “Stoffwindeln leicht gemacht) bekommen mit Plastikeinlage und Flies. Das ging schon, aber mein kleiner speckiger Sohn passte nicht so recht in die Stoffwindeln und da diese noch so teuer waren, hatte ich nie genug. So sind wir auf Bio-Windeln umgestiegen

Babyflaschen mit Naturkautschuk

Stillen war ein großes Thema (Unsere kleine Stillberatung findest du hier). Zwei Jahre habe ich gestillt, aber zum satt werden hat die Muttermilch leider nicht gereicht. Ergänzend haben wir also mit Pulvermilch gefüttert. Wir haben uns für Glasflaschen entschieden. Hier holte ich Glasflaschen mit Naturkautschuk als Trinknippel und vermieden so unnötig Plastik. Die Glasflaschen ließen sich im Kleinanzeigenmarkt schnell wieder verkaufen.

Das Baby soll plastikfrei spielen

Holzbausteine sind bei uns der Renner. Wir basteln viel selbst und als mein Sohn noch sehr klein war, waren Quirl und Schneebesen oder Dosen mit Reis und Nüssen ganz oben auf der Hitliste. Doch dann kam Lego Dublo und das ist nun mal aus Kunststoff. Hier ist unsere Herangehensweise gebraucht zu kaufen. Es gibt zahlreiche Legoläden, Ankäufe und Flohmärkte für schicke Spielzeuge. Alternativen gibt es natürlich auch hier sehr viele, zum Beispiel Spielzeug aus schadstofffreien Biokunststoff aus nachwachsenden Rohstoffen, wie Biokunststoff aus Zuckerrohr gewonnen Ethanol, der 100 % recyclebar ist.

Weniger Plastik schon die Umwelt

Besseres Leben mit weniger Plastik im Überblick:

  • Plastik beim Einkauf vermeiden zum Beispiel mehrfach verwendbares Netz für loses Obst
  • Obst und Gemüse auf dem Markt und du bekommst die Menge die du brauchst, ohne Plastikverpackung
  • Aufbewahrung von Lebensmitteln in Glasbehältern
  • Unverpackt-Läden ausprobieren: Vielleicht wird das dein Ding
  • Recycling konsequent betrieben minimiert Restmüllmenge und Plastiksäcke
  • Menstruation: Tampons ohne Plastikhülle oder Menstruationstasse testen
  • Festes Duschbad oder Haarwäsche, die ist in Papier verpackt
  • Weniger ist mehr: Mit natürlichen Mitteln reinigen
  • Stoffwindeln statt Wegwerfwindeln mit Plastik
  • Plastikfreies Spielzeug oder gebrauchtes Spielzeug besorgen

Wir versuchen soviel wie möglich, eben im kleinen Rahmen unseres Haushaltes. Und vor allem gebe ich diese Werte meinem Sohn mit. Seit ich ihn habe, mache ich mir viel mehr Gedanken über die Welt, die seine Großeltern und ich ihm hinterlasse und mache mir natürlich Sorgen, dass er mit Folgen leben muss, die seine Generation einfach nicht verursacht haben. Ich hoffe, dass unser kleiner Beitrag hilft, die Welt ein kleines bisschen besser zu machen.

Hast du noch mehr Alltagstipps? Schreib uns gern in den Kommentaren!

Wie hilft dir mütterlich weiter?

In mütterlich Basis findest du natürliches Eisen aus Curryblatt. Zusätzlich kannst Du mit dem veganen Nahrungsergänzungsmittel deinen Bedarf an Folsäure, Iod, Vitamin B12, Vitamin C, Vitamin D3 und Zink abdecken. 

mütterlich Basis mit Folsäure und Eisen
vegane Nahrungsergänzung mit Folsäure
Das natürliche und vegane Nahrungsergänzung mit Folsäure, Eisen, Zink, Jod, Vitamin B12, Vitamin C und Vitamin D unterstützt dich in der Schwangerschaft.
Das natürliche und vegane Nahrungsergänzung mit Folsäure, Eisen, Zink, Jod, Vitamin B12, Vitamin C und Vitamin D unterstützt dich in der Schwangerschaft.
Nährstoffe Basis Produkt mit Folsäure
vegane Nahrungsergänzung mit Folsäure
Das natürliche und vegane Nahrungsergänzung mit Folsäure, Eisen, Zink, Jod, Vitamin B12, Vitamin C und Vitamin D unterstützt dich in der Schwangerschaft.
Das natürliche und vegane Nahrungsergänzung mit Folsäure, Eisen, Zink, Jod, Vitamin B12, Vitamin C und Vitamin D unterstützt dich in der Schwangerschaft.
Nährstoffe Basis Produkt mit Folsäure
zum Shop

In unserem Newsletter findest du Tipps zur Ernährung und Hacks für den Alltag. Melde dich hier 👇 gern dafür an. Als Dankeschön erhältst du eine Checkliste mit Infos zu den besten Lebensmitteln, um deinen Nährstoffhaushalt zu decken, inklusive einem Aktionsplan und nützlichen Hacks für deinen ultimativen Nährstoffboost.

5 Seiten aus Ratgeber

Auf Instagram und Facebook posten wir regelmäßig Infos, Tipps und Gedanken zu den Themen Kinderwunsch, Schwangerschaft und Stillzeit. Folge uns doch und bleibe auf dem neusten Stand! 👍